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Übelkeit und Sodbrennen

 

Volkskrankheit Sodbrennen

Etwa 10% der Bevölkerung in westlichen Industrieländern klagen mehr oder weniger über Sodbrennen. Dabei handelt es sich um den Rückfluss von Mageninhalt in die Speiseröhre. Das Resultat ist ein "Brennen im Brustraum über dem Magen", das von den Betroffenen oft fälschlicherweise auch mit Herzbeschwerden assoziiert wird.

Als Ursache des Sodbrennens findet sich oft eine Erschlaffung des sog. Ösophagussphinkters, dem Muskel der die Speiseröhre zum Magen hin verschließt. Als verstärkende Faktoren für Sodbrennen gelten Kaffee, Alkohol (v.a. harte alkoholische Getränke wie etwa Schnaps), Nikotin und eine fettreiche Ernährung.
Falls Maßnahmen wie Ernährungsumstellung und Reduktion von Alkohol- und Nikotinkonsum oder z.B. auch ein höheres Kopfpolster nicht mehr ausreichen, um die Symptome zu beseitigen, wird Ihnen Ihr Arzt eine medikamentöse Therapie verordnen.


Übelkeit und Erbrechen

In der Arztpraxis gehören Übelkeit und Erbrechen zu den häufigsten Beschwerden. Die Ursachen dafür sind vielfältig und müssen durch eine genaue Anamnese (Befragung des Patienten) ausgeforscht werden.

Die Beschwerden treten, oft auch noch kombiniert mit Durchfall, häufig nach oder bereits während einer Auslandsreise oder saisonal - als die berühmte "Darmgrippe" - auf. Da als Ursache auch sehr gefährliche Erreger (zum Beispiel Bakterien wie Salmonellen) in Frage kommen können, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.
Manchmal liegt dem Erbrechen auch eine psychische Ursache zugrunde. Es gibt Aussprüche wie etwa "Da kommt mir die Galle hoch", die die enge Verknüpfung von Magen/ Darm und der Psyche eines Menschen widerspiegeln. Hier ist Ihr Arzt gefordert, im Sinne einer Familienmedizin das gesamte Umfeld des Patienten, dessen Lebenssituation zu sehen und danach zu behandeln.

Eine sehr hohe Dunkelziffer gibt es bei Übelkeit und/ oder Erbrechen nach verdorbenen oder übermäßigem Essen sowie Alkoholgenuss. Wer von uns kennt nicht den "Kater" nach einer durchfeierten Nacht? Hier steht dann allerdings nicht der Arztbesuch, sondern die "Nichttherapie" im Sinne von "einfach abklingen lassen" und wenig essen im Vordergrund. In diesen Situationen kann man das Erbrechen auch als etwas "Nützliches" ansehen – als ein Versuch des Körpers, einen schädlichen Stoff loszuwerden.

   

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Zuletzt aktualisiert am: 14/5/2010