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Grippe
Influenza oder auch Grippe genannt:
Die Grippe ist eine ernstzunehmende Viruserkrankung, die unterschiedliche Formen annehmen kann. Eines der unangenehmsten Symptome ist das hohe Fieber (bis über 40° C) bzw. Schmerzen im ganzen Körper.
Die Übertragung der Viren erfolgt vor allem durch Niesen und Husten (Tröpfcheninfektion). Je nach Typ bricht die Grippe Stunden oder Tage nach der Ansteckung aus. Die Grippe erfasst Menschen aller Altersstufen, meist verläuft sie in höherem Alter schwerer als bei jungen Menschen.
Die jährliche Impfung ist allen Personen anzuraten, speziell jenen Personen, die zu einer so genannten Risikogruppe gezählt werden. Das sind z.B. chronisch Kranke mit Herz- und Kreislaufleiden, Personen mit Erkrankungen der Luftwege, der Nieren, des Stoffwechsels und Immundefekten (angeboren oder erworben). Ebenso gehören Personen ab dem 60. Lebensjahr zur Gruppe mit erhöhtem Risiko.
Bei diesen Risikogruppen ist die Influenza für teilweise sehr schwere oder lebensbedrohliche Erkrankungen verantwortlich. Die Häufigkeit von Influenzaerkrankungen liegt zwischen 10 und 20% mit ansteigender Sterblichkeit im zunehmenden Alter. Zum Schutz älterer Personen und von Risikogruppen sollten Betreuungspersonen (z.B. in Spitälern, Altersheimen und im Haushalt) ebenfalls geimpft werden.
250.000 - 500.000 Menscher erkranken jährlich an der Influenza in Österreich.
Die Sterberate beträgt 1% - somit sterben jährlich 2.500 - 5.000 Personen an den Folgen der Influenza in Österreich.
Zitat O.Univ.Prof.DDr. Egon Marth Vorstand vom Institut für Hygiene der Universität Graz
Der bevorzugte Termin für eine Impfung ist der Herbst. Es kann aber zu jeder Zeit (auch bei Beginn einer Epidemie) geimpft werden, da mit den heutigen Impfstoffen die Provokation eines Infektes nicht möglich ist.
Österreich im Jahr 2006
AIDS - 14 Todesfälle1
Verkehr - 730 Todesopfer2
Influenza-Folgen - etwa 2.000 Todesopfer3
1) Österreichische AIDS-Statistik 29.12.2006, BMGF Abt.III/1
2) Verkehrsunfallstatistik 2006 des BM.I Österreich, KfV
3) Zitat o.Univ.Prof.DDr. Egon Marth,
Vorstand des Instituts für Hygiene, Mikrobiologie und Umweltmedizin der Medizinischen Universität Graz
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• Schüttelfrost und Fieber (kann schnell bis über 40 Grad ansteigen), Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen, Erkältungssymptome (Heiserkeit, Husten, Halsschmerzen) und Leibschmerzen mit Erbrechen und Durchfall.
Krankheitsverlauf:
• Erst fühlt man sich erschöpft und verspürt Schmerzen, vor allem im Rücken und in den Beinen. Bald bekommt man Fieber (häufig über 40°C). Dann stellen sich Kopfweh, Muskelschmerzen oder andere Symptome ein. Im Allgemeinen ist nach etwa 5 Tagen die normale Körpertemperatur wieder erreicht.
Behandlung:
• Man bekämpft die Symptome mit fiebersenkenden Mitteln, Kopfschmerztabletten und einigen Tagen Bettruhe. Bei bakterieller Superinfektion (Lungenentzündung, Nasennebenhöhlen- und Mittelohrentzündung) sind Antibiotika einzusetzen.
Wie kann man vorbeugen?
Im Gegensatz zur Behandlung einer Erkrankung mit Medikamenten, hat die Impfung die Aufgabe, eine Infektionskrankheit von vornherein zu verhindern. Dies geschieht, indem der Körper gegen die entsprechenden Erreger immunisiert wird. Nach der Art der Immunisierung unterscheidet man grundsätzlich zwei Arten von Impfungen: die aktive und die passive.
Die passive Immunisierung wird erzielt, indem direkt die Abwehrstoffe verabreicht werden.
Für die aktive Immunisierung werden dem Körper Erreger der betreffenden Krankheit zugeführt. Die Immunantwort nach einer Impfung (= aktive Immunisierung) unterliegt demselben Mechanismus wie nach Zufuhr des Krankheitserregers selbst. Im Falle von Lebendimpfungen - bestehend aus abgeschwächten Erregern - kommt die Impfung sogar einer Infektion (= Eindringen von Erregern in den Körper und deren Vermehrung) gleich. Im Gegensatz zur Erkrankung sind die Erreger bei der Impfung so verändert, dass sie nicht krankmachend sind und dass nur ein Minimum an Nebenerscheinungen zu verzeichnen ist.
Die Schutzimpfung (Influenzaimpfung):
Auslöser der Grippe sind verschiedene Viren, von denen die bekanntesten in die Gruppen A, B und C eingeteilt werden. Bei der Influenza kommt es durch den Erregertyp A zu ausgedehnten Epidemien, während der Typ B nur kleinere Epidemien hervorruft und der Typ C Einzelerkrankungen verursacht.
Da gerade bei diesen Viren die Möglichkeit geringfügiger oder vollständiger Veränderungen besteht, wird die Erkrankung von der WHO (Weltgesundheitsorganisation) überwacht, um die Zusammensetzung der Impfstoffe jährlich auf die aktuelle Situation abstimmen zu können.
Der effektivste Schutz gegen die Grippe ist eine intramuskulär zu verabreichende aktive Impfung. Zur Schutzimpfung gegen Influenzaviren verwendet man inaktivierte Impfstoffe.
Man teilt Impfstoffe je nach Art der enthaltenen Virusteile ein:
• Vollvirus-Impfstoffe enthalten gereinigte Viruspartikel, die in ihrer Struktur intakt sind, aber durch eine chemische Behandlung ihre Infektiosität verloren haben.
• Bei den Spalt-Impfstoffen sind die gereinigten Viruspartikel in ihre Einzelbestandteile aufgelöst. Sie enthalten nur noch die Antigene der Virusoberfläche (Hämagglutinin und Neuraminidase), abgesehen von Resten interner Proteine.
• Bei den Subunit-Impfstoffen werden Hämagglutinin und Neuraminidase ganz vom Restvirus abgetrennt und zu einem Impfstoff verarbeitet. Der Vorteil der Subunit-Impfstoffe ist, dass sie außerordentlich gut toleriert werden, da sie den höchsten Reinheitsgrad besitzen.
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